Archäologie in OÖ > Frühmittelalter

Das Frühmittelalter

Das Ende des römischen Reiches wird in Noricum ripense und damit in Oberösterreich mit 488 n. Chr. angesetzt, als der Skire Odoaker allen hier ansässigen Romanen den Auftrag erteilte, nach Italien zurückzukehren. Es folgte eine Zeit der barbarischen römisch-germanischen Reiche, die bei uns wie in großen Teilen Europas mit den karolingischen Königen und ihren Reformen und schließlich mit Karl dem Großen (768 - 814 n. Chr.) und seinem Kaiserreich ein Ende fanden.
Diese Zeitspanne erforscht bei uns die Frühmittelalterarchäologie und auch sie gehört – wie die Archäologie der Römerzeit – bereits zur historischen Archäologie. In dieser Zeit gibt es bereits überlieferte Urkunden und Gesetzestexte, Klöster und Buchkultur, sowie andere historische und baugeschichtliche Denkmäler. Damals ist auch erstmals von theodisca lingua, der deutschen Volkssprache die Rede.
Zu den Fundplätzen aus dieser Zeit zählen bei uns Reihengräberfelder und dörfliche Siedlungen. Daneben gibt es auch Kontinuität in den Städten und manchen Namen, das Christentum bildet eine Klammer zwischen Romanen und Barbaren.

 

Die Forschungsaufgaben zu dieser Epoche werden an den OÖ Landesmuseen von der Sammlung Ur- und Frühgeschichte wahrgenommen.

 

Text: Christine Schwanzar