Badegebäude
Die Badegebäude lagen meist etwas abgesondert von den Wohnbereichen
eines Gutshofes, einer militärischen Niederlassung oder einer
zivilen Siedlung in Nähe eines Baches oder einer Quelle. Nicht alle
Räume waren mit Hypokausten ausgestattet, die von außen über ein
Präfurnium beheizt wurden. Die meisten Badegebäude sind in
Oberösterreich in der "Blockbauweise" errichtet und zeigen eine
bestimmte Raumabfolge. Zunächst legte man im Eingangsbereich seine
Kleider ab (Apodyterium), um in das Frigidarium zu gelangen, wo man
sich reinigte. Vom Tepidarium (Laubad um 25°) steigerte sich die
Wärme im Heißbad (Caldarium bis 45°). Einrichtungen wie
Wasserbassins ließen sich in den Befunden erkennen. Das Sudarium
(Schwitzbad) kann als separat stehender Bau vorkommen.
Die Badekultur war ein wesentlicher Teil des römischen Lebens, es
gab öffentliche und private Anlagen.
(1) Rekonstruktion des Badegebäudes der Villa von Thalham bei Wilhering © OÖLM, Ch. Schwanzar
(2) Badekultur, Schausammlung Schlossmuseum Linz © OÖLM, Eva Kuttner

