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Keramik

Keramik ist unter den archäologischen Funden überrepräsentiert, da sie als vom Menschen geformtes und gebranntes Relikt im Boden kaum zersetzt wurde. Neben Gefäßkeramik (Tafelgeschirr, Urnen, Amphoren, Kultgefäße etc.) finden sich auch Baukeramik (Ziegel, Wasserrohre) und Öllampen. Der Ort der Herstellung (lokale Ware, Importkeramik) und die Verbreitung durch den Handel sind neben der Datierung die Forschungsschwerpunkte. Anhaltspunkte für die chronologische Auswertung sind Form (Typologie), Material (chemische Analysen), Stempel und Verzierung (Appliken, Relief, Barbotine, Rillen, Kerben, Kammstrich u.a.).

Abbildungen:
(1) Relief-Sigillata © OÖLM
(2) Fundspektrum Grabung Eferding (Schwanzar 1995) © OÖLM
(3) Keramik und ein Balsamar in situ, Grab 1 des Gräberfeldes Kreuzschwestern (Grabung 1926), Linz © OÖLM
(4) Kerbschnittverzierung auf Terra-Sigillata Schüssel © OÖLM
glossary #49
Text von Eva Kuttner, OÖLM