Terra Sigillata
Die antike Bezeichnung des feinen, roten Tongeschirrs mit glänzender Oberfläche ist unbekannt. Man unterscheidet zwischen unverzierter und verzierter Ware (Reliefsigillata, Applikensigillata, Barbotine), die Tafelgeschirr, Reibschalen und Vasen umfasste. Die Herstellung verlagerte sich von Italien (Arretina, Padana) in die nordwestlichen Provinzen (Gallien, Rheinzabern, Westerndorf/Pfaffenhofen). Die große Verbreitung und die Möglichkeit einer chronologischen Einordnung stellt für die Archäologie ein verlässliches Mittel zur Datierung von Fundkomplexen dar.
Abbildungen:(1) Reliefsigillata aus Westerndorf/Pfaffenhofen, Fundort: Enns/Lauriacum Zivilstadt © OÖLM
(2) Terra Sigillata, Glatte Ware, Fundort: Enns/Lauriacum Zivilstadt © OÖLM
(3) Terra Sigillata mit Barbotineverzierung, Fundort: Enns/Lauriacum Zivilstadt © OÖLM
(4) Sempel IVVENIS.FEC, Schale aus Rheinzabern © OÖLM



