In Bad Ischl treffen Verkehrwege nach Hallstatt, St. Wolfgang und
Gmunden zusammen. Über die Rettenbachalm gibt es eine kurze
Verbindung in das Bad Ausseer Becken.
Lauffen und Bad Ischl gewannen mit dem zunehmenden Salzhandel im
13. Jahrhundert an Bedeutung. 1595 wurde die Soleleitung von
Hallstatt nach Bad Ischl angelegt und ein Sudhaus in Bad Ischl
errichtet.
Im 19. Jahrhundert wurde Bad Ischl eine mondäne Kurstadt und die
Sommerresidenz von Kaiser Franz Joseph I. Dieses Flair und die
umliegende Bergwelt machen Bad Ischl heute zu einem beliebten
Fremdenverkehrsort.
Geographie: Talkessel mit Schottern von Grundmoränen und Mergel, umgeben von
den Bergstöcken der Kalkalpen. Neolithische Siedlungsplatz am Fuße
des Jainzen, Funde im Rettenbachgraben. Funde der Bronze- und
Urnenfelderzeit.
14 073 Einwohner (2001). Katastralgemeinden sind Ahorn, Bad Ischl,
Haiden, Jainzen, Kaltenbach, Lauffen, Lindau, Perneck, Reiterndorf,
Rettenbach.
Bezirk: Gmunden
Bundesland: Oberösterreich
Staat: Österreich
Region(en): Salzkammergut, Traunviertel
Seehöhe: 469m
Koordinaten: 13° 37' 35" ost / 47° 42' 49" nord Karte zeigen
In der Antike trafen hier zwei römische Verwaltungsbezirke
aufeinander. Das Gebiet nördlich von Bad Ischl gehörte zum
Stadtbezirk von OVILAVA/Wels, während das Gebiet um den Hallstätter
See aufgrund der Salzlagerstätten eine kaiserliche Domäne war. Der
Stadtbezirk von IUVAVUM/Salzburg, das über das Ischltal zu
erreichen war, reichte vermutlich ebenfalls bis hierhin.
Die Zollstation war militärisch besetzt. Hinweise auf den
Mithraskult gibt es durch einen Votivsteines.
Lateinische Ortsbezeichnung: ECSENSIS
Die Zollstation ECSENSIS ist aus einer Inschrift bekannt, die aufgrund fehlender Befunde nicht genau zu verorten ist.
Römische Provinz: Noricum
TGN: 1025432
Gemeinde-Nr: 40703
Literatur: Reitinger 1966. Reitinger 1968, 34ff. Scherrer 1985.
Links: Salzkammergut, Bad Ischl