Ausgrabung durch H. Jandaurek: An der Terrassenkante der Schottergrube wurden zunächst das entdeckte Mauerwerk aufgrund der zahlreichen Ziegel als römerzeitlich eingestuft. Die Ostmauer des Gebäudekomplexes der Villa in einer Länge von 26 m konnte freigelegt werden. Das Fundament bestand aus einer Trockenmauer aus Rollschotter, das aufgehende Mauerwerk aus Bruchsteinen in Kalkmörtelverbund war teilweise bis in eine Höhe von 90 cm erhalten. Die Innerhalb des Gebäudekomplexes liegenden Räume wurden in Suchschnitten erforscht. Durch die Funde konnte die Funktion der Räume erkannt werden.
Art der Aktivität: Ausgrabung
Zeit(raum): 1955
Literatur: Jandaurek 1956. PAR 6, 1956, 13.
Fundkategorien: Glasgefäße, Keramikgefäße, Terra Sigillata, Teile von Tracht und Bekleidung, Varia-Metall, Werkzeuge und Geräte, Ziegel, Tierknochen, Sonstiges
Fundmaterial: Glasfragmente; Keramik, z. T. latènezeitliche Formen; Terra Sigillata aus Rheinzabern; Barbotinesigillata; Rätische Ware; Gürtelbeschlag aus Bronze; Bronzebeschläge; Eisen: Beschläge, Nägel, Splint, Wagenbeschlag, Messer mit Ringöse, Spindel einer Töpferscheibe, Beschläge, Pferdetrense, Wagenachse, Eisengriffel (zur Verzierung von Keramik?); Ziegel, Tubuli; Tierknochen, Hirschgeweihzapfen; Tonlampe.
Verwahrort: K-hof Kammerhofmuseen Gmunden
Hofrat Dipl.-Ing. Herbert Jandaurek