Die Ausgrabung von 1955 wurde mit Erlaubnis des BDA fortgesetzt. Die Gebäudestrukturen
wurden erfasst, zwischen dem westlichen und östlichen Trakt liegt
ein Hofraum von 15 x 15 m. Der nördliche Gebäudeteil war durch die
Entnahme von Schotter bereits gestört. Nach der Ausgrabung, die in
Suchschnitten erfolgte, wurden die Befunde aufgenommen. Mai 1956
wurde die Villa trotz Bemühungen durch Planierraupen zerstört.
Westlich der Villa wurde auf einem kegelförmigen Geländevorsprung,
der vermutlich künstlich aufgeschüttet worden war, ein Badegebäude wurde
ergraben, das zwei Bauphasen aufweist. Das aufgehende Mauerwerk war
bis 2m Höhe erhalten. H. Jandaurek bemühte sich um eine
Konservierung.
Art der Aktivität: Ausgrabung
Zeit(raum): 1956
Literatur: Jandaurek 1957a. PAR 6, 1956, 22f.
Fundkategorien: Glasgefäße, Keramikgefäße, Terra Sigillata, Münzen, Varia-Metall, Werkzeuge und Geräte, Ziegel, Tierknochen, Sonstiges
Fundmaterial: Ca. 40 Glasfragmente, darunter Fensterglas und Bruchstücke von Gefäßen; lokale Keramik; Reibschalen; Terra Sigillata (Barbotine, Lezoux, Rheinzabern); Rätische Ware; Bronzemünze des Mark Aurel; Messer, Eisenhaken, Nägel, Löffelbohrer, Pfriem, Beschläge, Schlüssel, Schürhaken; Möbelzierknopf aus Bronze; Bleischmelze, Wasserleitungsrohr aus Blei (zwei Teile); Dachziegel, teilweise mit Marke; Tierknochen; bearbeiteter Geweihzapfen.
Verwahrort: K-hof Kammerhofmuseen Gmunden
Hofrat Dipl.-Ing. Herbert Jandaurek