Die Ruine Schaunberg (oder Schaumburg) war Sitz der Grafen von Schaunberg, die das Privileg der Mauterhebung von Aschach inne hatten. Heute ist Hartkirchen eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde.
Geographie: Im Gemeindegebiet liegen die östlichen Ausläufer des Sauwaldes, die
vom Fluss Aschach entwässert werden, der in Mäandern durch die
agrarisch genutzte Niederung des Eferdinger Beckens fließt.
Einwohnerzahl: 4186 (Stand 2001). Katastralgemeinden: Hartkirchen,
Oed in Bergen, Schaumberg.
Bezirk: Eferding
Bundesland: Oberösterreich
Staat: Österreich
Region(en): Hausruckviertel, Donautal
Seehöhe: 273m
Koordinaten: 14° 0' 10" ost / 48° 21' 50" nord Karte zeigen
Die Altfunde von Hilkering lassen keine eindeutige Interpretation zu. Sicher führte durch das Gemeindegebiet eine Straße zum Kastell Schlögen. Die Streufunde von Militaria auf den Feldern der Ortschaft Karling könnten mit dieser in Zusammenhang stehen.
Römische Provinz: Noricum
Hartkirchen beherbergt auf seinem Gemeindegebiet die größte
Burgruine Oberösterreichs, Schaunberg. Im Mittelalter lag
Hartkirchen im größten Weinanbaugebiet Oberösterreichs um Aschach,
das erstmals 777 erwähnt wird.
Mitte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg Schaunberg von den
Julbachern gegründet, das Zentrum ihrer Herrschaft lag im Aschacher
Winkel. Wie auch andere Klöster mit Besitzungen in der Gegend gab
Kremsmünster seine Weingärten im Hochmittelalter (um 1250) auf, und
konzentrierte sich auf die wertvolleren Weingärten im heutigen
Niederösterreich. Die erste gesicherte Erwähnung des Ortes stammt
aus dem Jahr 1240. Das Hartchirihha einer kaiserlichen
Urkunde von 898 n. Chr. bezieht sich wahrscheinlich auf Hartkirchen
an der Vils in Niederbayern.
Folgende Mühlen an der Aschach bestanden bereits im 13.
Jahrhundert: Mühle Hacking (Hacking 1), Kopplmühle (Hilkering 7),
Zöhrermühle (Hilkering 9), Mühle Karling (Karling 27); Tafernmühle
(Pfaffing 2).
1371 erwähnt das Schaunberger Urbar die Niederlassung von Nonnen in
Hartkirchen: Es handelte sich um einen Wirtschaftshof der
Benediktinerinnen von Niedernburg in Passau. Von den Passauer
Bischöfen erhielten die Schaunburger die Vogtei über die Pfarre
Hartkirchen.
Viele Aufzeichnungen gingen durch einen Überfall auf den Pfarrhof
durch aufständische Bauern 1626 verloren.
Pfarrgeschichte: Die Pfarrkirche ist dem Hl. Stefan geweiht. Dies verweist auf einen Zusammenhang mit Passau, da der Dom in Passau ebenfalls dem Hl. Stefan geweiht ist. Bis 1784 war auch Aschach Teil der Pfarre Hartkirchen. Der Pfarrhof befand sich in der Ortschaft Pfaffing.
Gemeinde-Nr: 40506
Literatur: Noll 1958, 41f. Brandl 1994, 261. Hainisch 1933, 86-98. Oettinger 1968, 24. Hartkirchen 1997, 16- 21, 171, 172. Weber 1999, 154, Anm. 941. Commenda 1905, 120. Weiterführende Literatur: Grienberger 1901. Wutzel 1981. Hänsel 1968.
Links: Donautal, Gemeinde Hartkirchen